Strompreise können kompliziert erscheinen, besonders wenn es um dynamische Tarife oder Echtzeit-Börsenstrompreise geht. Aber was ist der Unterschied, und warum sind Echtzeit-Börsenstrompreise so vorteilhaft für Ihr Unternehmen?

Echtzeit-Börsenstrompreise beziehen sich auf die tatsächlich aktuellen Preise, die direkt an der Strombörse gehandelt werden. Diese Preise ändern sich in Echtzeit, basierend auf der unmittelbaren Nachfrage und dem Angebot. Das bedeutet: Sobald der Strom günstig ist, können Sie ihn speichern, und in manchen Fällen kann der Preis sogar negativ werden – dann wird man dafür bezahlt, Strom zu beziehen.

Dynamische Tarife hingegen, die ab 2025 für alle Anbieter verpflichtend werden, bieten oft nur eine Annäherung an die Marktentwicklungen. Viele Anbieter passen ihre Preise nur in bestimmten Zeitintervallen, z. B. alle 15 Minuten oder auf Tagesbasis, an. Das bedeutet, dass Sie zwar von gewissen Preisschwankungen profitieren, aber nicht in Echtzeit auf die besten Angebote zugreifen können.

????Achtung: Dynamische Preise bedeuten nicht immer niedrige Preise. Diese Tarife richten sich nach der Nachfrage: Wenn die Nachfrage steigt, steigen auch die Preise. Nur bei niedriger Nachfrage werden die Preise günstiger. Echtzeit-Börsenstrompreise hingegen ermöglichen es Ihnen, genau zu den günstigsten Zeitpunkten Strom zu speichern, unabhängig davon, ob es nur um eine kurzfristige Preisschwankung geht oder um einen längeren Trend.

Ein Beispiel aus der Praxis:
Angenommen, Ihr Unternehmen hat einen dynamischen Tarifvertrag, der den Strompreis alle 15 Minuten aktualisiert. Um 14:00 Uhr liegt der Preis bei 20 Cent pro Kilowattstunde, aber zur gleichen Zeit könnte der Preis auf dem Echtzeitmarkt bereits auf 12 Cent gesunken sein. Mit Echtzeit-Börsenstrompreisen speichern Sie Strom sofort, wenn er am günstigsten ist, und nutzen diesen, wenn die Preise wieder steigen. So profitieren Sie von den tatsächlich niedrigsten Preisen und nicht von einem Durchschnittspreis.

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